
Von Lady`s Lit Mit ihrem Buch "Nur ein Traum?" schreibt sich Rosita Hoppe in die Herzen aller Leser von Liebesromanen. Carolins Ehe mit Peter steckt in einer tiefen Krise. Um sich etwas abzulenken, unternimmt sie mit ihren Freundinnen einen Kurztrip . Zufällig begegnet ihr Robert,der sich sofort von ihr angezogen fühlt,aber ebenfalls verheiratet ist. Obwohl er in ihr leidenschaftliche Gefühle weckt , widersteht sie der Versuchung, und beide verlieren sich nach Ende der Reise aus den Augen. Carolin spricht sich mit ihrem Mann Peter aus und das Ehepaar findet wieder zueinander. Ein schwerer Schicksalsschlag verändert bald darauf Carolins Leben. Sie ist gezwungen, ihr Leben mit ihrer Tochter alleine zu meistern. Als Robert erneut in Leben tritt, bekommen beide eine zweite Chance zusammen ihr Glück zu finden.
Der Roman "Nur ein Traum?" ist für die Liebhaber romantischer Romane zu empfehlen. Das Buch ist trotz vereinzelter Längen, kurzweilig und sehr entspannend. Auch die erotischen Passagen sind überwiegend gut gelungen. Wer Liebesromane mag, wird mit den sympathischen Romanfiguren mitfühlen und auf ein Happyend hoffen.
Aaronisking - 29. Sep, 16:01
Den Auftakt des Nordseekrimis bildet eine sehr düstere Szene, in der ein Mann lebendig in einem Deich begraben wird. Schon da verspürt der Leser die Gänsehaut, die ihn auch auf den folgenden Seiten erwartet.
In sehr flüssigem Stil und bildhaften Beschreibungen erzählt die Autorin von Paulina, die seit ihrer Kindheit von Alpträumen belastet ist und von deren Verhältnis zu ihrer Schwester Ellen, die plötzlich verschwindet. E. Schuchardt legt sich in ihrem Roman nicht nur auf eine Hauptprotagonistin fest, sondern Jeanette, eine Schriftstellerin, nimmt den gleichen Rang ein. Nicht, dass man als Leser verwirrt wird, wenn mal die Erlebnisse der einen oder der anderen geschildert werden, denn die Autorin versteht es vortrefflich, beide Schicksale, die sich zum ersten Mal in Friesland begegnen, miteinander zu verweben.
Gleichzeitig gelingt es der Autorin, den Leser für Friesland zu begeistern, mit ihren traditionellen Beschreibungen. Dadurch entsteht eine fast heimelige Atmosphäre, die den Leser zwischen den spannungsgeladenen Szenen etwas durchatmen lässt.
Aber was wäre ein Krimi ohne Mord und Spannung? Auch hier lässt die Autorin keine Wünsche offen. Das Verschwinden von Paulinas Schwester, der geheimnisvolle Tote im Deich, der bei Bauarbeiten gefunden wird, zwei weitere Tote und eine recht obskure Sekte halten die Leserschaft in Atem.
Zunächst war ich ein wenig überrascht und skeptisch, als ich die geringe Seitenzahl sah, ob die Autorin es schafft einen gutdurchdachten Krimiplot zu bieten. Aber E.Schuchardt beherrscht die Kunst, ein Thema, eine Beschreibung in einem Satz zu fokussieren. Ellenlange Sätze und Endlosbeschreibungen wird man daher in diesem Roman nicht finden, was ich als überaus angenehm empfunden habe.
Das Cover ist sehr stimmungsvoll gewählt, das kleine Format des Buches wirkt zunächst ungewöhnlich, aber es passt hervorragend in die Handtasche und auch Brillenträger können es unbesorgt kaufen, denn die Schriftgröße ist dennoch komfortabel.
Ein spannendes Lesevergnügen an der friesischen Küste!
Andromache
Ich bin ein großer Ostfrieslandfan, darum hatte ich mir Friesenfeuer gekauft und ich habe beim Lesen tatsächlich einige Orte wiedererkannt! Die Autorin hat sich sehr große Mühe gegeben viele Ortschaften und Gegebenheiten und, wie ich mir habe sagen lassen, sogar einige reale Personen in die Geschichte einzubauen. Absolut klasse! Der Lokalkolorit wirkt in keiner Szene aufgesetzt, sondern fließt ganz natürlich in die Geschichte mit ein.
Ich habe die steife Brise auf der Haut gefühlt, den würzigen Duft des Meeres gerochen und bin in meiner Fantasie auf den Dünen Fahrrad gefahren, wie es die Hauptfiguren Paulina und Jeanette tun. Gerne bin ich den beiden gefolgt. Ich habe mit ihnen mitgefiebert. Besonders zum Schluss gewinnt die Geschichte rasant an Fahrt und es wird irre spannend. Der Krimi hat alles, was ein guter Krimi haben muss: ein unglaubliches Verbrechen, ein potentielles Opfer, eine Heldin, die "es anpackt" und eine Handlung, die sich zuspitzt.
Schade, dass es nicht eine ganze Reihe von Friesenkrimis der Autorin gibt. Paulina und Jeanette wären doch ein tolles Ermittlerduo. Ich hätte gerne mehr von Schuchardt gelesen und mich nach Ostfriesland weggeträumt. Das ist nämlich, als würde man einen Kurzurlaub machen, der auf jeden Fall ziemlich aufregend wird.
Cockoo
Die übersinnlich veranlagte Paulina wird seit ihrer Kindheit von unheimlichen Träumen heimgesucht, so sieht sie auch im Traum den Mord, mit dem die Geschichte beginnt. Nun hat Paulina jedoch noch andere Sorgen - ihre Schwester Ellen, die ihr meistens nur Probleme gemacht hat, ist die die Fänge einer Sekte geraten, die offenbar vor Mord nicht zurückschreckt.
Jeanette, eine Autorin, die ein Buch über diese Gegend geschrieben hat, macht Paulinas Bekanntschaft und gemeinsam versuchen sie, Ellen zu retten. Dass dies nicht so leicht ist und sie in Gefahr geraten, liegt dabei natürlich auf der Hand.
Enda Schuchardt hat hier einen spannenden, prägnanten Krimi geschrieben, der an der Nordsee spielt. Nicht nur die Landschaft, die besondere Stimmung, sondern auch die einzelnen Figuren werden dem Leser pointiert und einprägsam nahegebracht. Man braucht nicht lange, um sie alle zu kennen und zu mögen: Paulina, Jeanette, die nette Wirtin, bei der Jeanette wohnt, und andere Leute, richtige Typen, wie sie in diese Gegend passen. Ein bisschen hat mich die Geschichte sogar an Mankells spannende Krimis erinnert: gerade richtig viel geschildert, nicht zuviel und nicht zu wenig, sodass man in die Stimmung und Bilder eintauchen kann, alles vor sich sieht, und doch nicht von den Personen und der Handlung abgelenkt wird.
Auf jeden Fall hoffe ich, dass es nicht bei der einen Geschichte mit Jeanette bleibt, sondern sie in weiteren Krimis aus dem Friesenland mitspielt!Ich würde mich auf ein Wiedersehen mit ihr freuen!
office 15
Ein Buch,das ich mit viel Vergnügen gelesen habe. Edna Schuchardt ist eine geniale Kombination aus ostfriesischer Landschaft, bodenständigen Typen und dem Einbruch des Grauens in die friedliche Idylle gelungen. Es ist alles da, was wir an Ostfriesland lieben, das Meer, die Deiche, die Marschen, der weite, graue Himmel, das gemütliche Teestündchen, der Tante Emma-Laden, der aufrechte Zecher, der nach einem Fläschchen "Alten Friesen" seinen Rausch ausschläft. Aber da ist auch das andere, die Spökenkiekerin, die Deichopfer, der Irrsinn, der nicht vor einem Mord zurückschreckt. Schuchards Stärke sind vor allem die skurrilen Typen und die Fähigkeit, unter der Idylle eine zweite Ebene zu schaffen, einen doppelten Boden, der der Geschichte nicht nur Spannung sondern auch Tiefgang gibt. Mit leichter Hand geschrieben, vergnüglich, aber das Gruseln lautert hinter der Teekanne.
silvercat
Aaronisking - 29. Sep, 06:11